klassismus

klassismus: das ist u.a., wennst denkst, dass es in dieser gesellschaft einen unüberbrückbaren klassengegensatz gibt. aber keine angst, armer klassistischer marxistischer tropf, es gibt abhilfe:

- Schließe und pflege klassenübergreifende (kategorienübergreifende) Freund_innenschaften

habe die freundschaftsanfrage an den arbeitgeberpräsident schon abgeschickt, aber er ist wohl derzeit mit rationalisierung und lohnkürzung zu beschäftigt. hoffe aber noch auf eine bestätigung, schließlich will ich mein klassenvorurteil ablegen.

- Beführworte/Unterstütze das Besetzen von Führungspositionen mit Leuten aus der Armuts- / Arbeiter_innenklasse

weil hartz-iv, von nem richtigen arbeiterschröder durchgeherrscht, gleich ganz was anderes ist! weil so ne rationalisierung, von ner arbeiterederer durchgezogen zum zwecke der profitmaximierung, gleich ganz anders ankommt.

- Nimm wahr wen Du warum – und wie – beurteilst. Nimm wahr, welche Urteile Du über Dich selbst befürchtest

das urteil der fratzen des kapitals über mich bzgl. meiner (un-)tauglichkeit für ihre zwecke (aus geld mehr geld zu machen)? uuups, hoffentlich hat das der arbeitgeberpräsi nicht gelesen, sonst wird nie was aus unsrer freundschaft!

- Überlege welche Kleidung Du trägst und warum

billige kleidung. weil kein geld. weil ich als lohnarbeiterin in den rechnungen des kapitals nur als zu minimierender kostenpunkt auftauche und daher arm bin. weil es (wie überall sonst auch) in der kleiderbranche nicht um bedürfnisbefriedigung geht, sondern um geldvermehrung, ich also nur an fetzen rankomm, wenn ich geld rüberschieben kann. was mir aus genanntem grund eher schwer fällt.
-- schon wieder ein klassistischer ausfall! ich muss mehr reflektieren, sonst wird das nie was.

- Gehe zu Aktivitäten und Veranstaltungen, die außerhalb Deiner „gewohnten/bequemen“ Bereiche liegen

danke für den tipp. die salzburger festspiele wären knorke. aber, richtig geraten: hast mal geld?

- Unterstütze Boykotte und Streiks

streiks sind aber überhaupt nicht klassenübergreifend und kategorien auflösend! da mach ich doch ne gegnerschaft zum arbeitgeberpräsi auf! das tut unserer zukünftigen freundschaft sicher nicht gut! oder?

- Ermutige jüngere Menschen außerhalb ihrer Klassenschranken zu träumen/denken

„ich träume: vom tellerwäscher zum millionär!“ -- einwand: seit erfindung des geschirrspülers ist diese tolle chance in der regel versperrt1, einerseits. andrerseits: man muss nur billiger sein als der geschirrspüler, dann klappt’s vielleicht doch!

hier ist schluss, weil irgendwann gefriert einer angesichts der neuesten „linken innovation“ das lächeln.
hier ernsthaftes: die klassen I, die klassen II
ein interview zum empfehlenswerten buch „das proletariat“:

  1. http://www.gegenstandpunkt.com/msz/html/84/84_11/usa4.htm [zurück]

32 Antworten auf „klassismus“


  1. 1 Andreas Kemper 03. August 2012 um 10:46 Uhr

    Karl Marx ist nur deshalb am Rande auf klassistische Fragestellungen eingegangen, weil im 19. Jahrhundert der Kapitalismus als System noch so stark gewesen ist, dass es selbstverstaendlich war, dass Arbeiter_innenkinder bestenfalls Arbeiter_innen wurden. Heute ist der Widerspruch deutlicher zu sehen, der darin besteht, einerseits das Herrschaftssystem aufrechtzuerhalten, indem man Privilegierten ihre Privilegien zusichert, um so Verfechter des Systems zu haben, und andererseits nicht zu weit vom Leistungsprinzip abzuruecken, um so die Leistungsideologie aufrechtzuerhalten und wissenschaftlich-technisch fortschrittlich zu bleiben. Indem wir den Klassismus und andere Diskriminierungsformen deutlich benennen, machen wir diesen Widerspruch manifester.

  2. 2 ... 03. August 2012 um 13:51 Uhr

    Die vermehren sich beinahe so stark wie diese „critical whiteness“-leute, kann das sein? Antideutsch scheint nicht mehr cool genug zu sein ;).

  3. 3 umwerfend 05. August 2012 um 20:24 Uhr

    „indem man Privilegierten ihre Privilegien zusichert“

    erzähl mal, wer das sein soll.

    und dann erklär mir gleich auch noch, was an nem leistungsgerechten system erstrebenswert ist: dass man dann fair in der gosse landet? na schön bescheiden seid ihr, ihr klassismus-kritiker! die gosse an sich scheint nicht das problem zu sein, wa?

  4. 4 umwerfend 05. August 2012 um 20:28 Uhr

    ps: ihr kommt euch so überkritisch vor und seid doch nur stinkaffirmativ!

    zur kritik, die marx hatte, in dieser frage (kritik der gleichbehandlung / „leistungsgerechtigkeit“):

    Das Prinzip Gerechtigkeit: Idealisierung der Herrschaft des Rechts -
    Gleichbehandlung von Gegensätzen als allseitige Zuträglichkeit

    http://doku.argudiss.de/data/gerechtigkeit_hb_0504_4.mp3

  5. 5 umwerfend 05. August 2012 um 20:41 Uhr

    @… ja, so ist das. kommt aber nicht von ADs, sondern aus der feministischen ecke.

  6. 6 earendil 06. August 2012 um 12:53 Uhr

    Schöne Antwort, gefällt mir. :x

    Dieser „Ändere dein Bewusstsein!“-Scheiß ist schon beim Thema Rassismus daneben und hat dazu geführt, dass Antirassismus manchmal nur noch als Gewissenspflege von Weißen wahrgenommen wird. Und jetzt auch noch auf die Klassengegensätze übertragen, wo es noch weniger passt… gute Nacht. „Critical Richness“, das brauchen die Prolet_innen dringend…

    Ist auch als Kapitulation vor den Verhältnissen, oder eher noch als Verzweiflung angesichts des Fehlens brauchbarer revolutionärer Ansätze zu verstehen. Wenn man schon an den Klassengegensätzen selbst nichts ändern will oder kann, will man wenigstens an den Symptomen palliativ herumdoktern. Im Gegensatz zu den Reformist_innen aber nicht mal mehr an den physischen, sondern nur noch an den individuell-psychischen: Kritische Kapitalist_innen können ihr verwundetes Gewissen behandeln, und die Prolet_innen bekommen ihre gesellschaftliche Stellung (an der sich selbstredend nichts ändert) nicht mehr ständig aufs Brot geschmiert.

  7. 7 Andreas Kemper 06. August 2012 um 15:53 Uhr

    Ich kann meine argumentation auch gerne nochmal wiederholen. Einfacher wäre es gewesen, wenn ihr sie zur Kenntnis genommen hättet.

    Der Kapitalismus beruht darauf, dass bestimmte Menschen bestimmte Arbeit zur Verfügung stellen.

    Wer zu diesen bestimmten Menschen zählt, wird durch Diskrimierungen und Privilegierungen entsprechend der Strukturkategorien Klasse, Körper, Geschlecht und Rasse bestimmt.

    Das heißt, es kann sowohl über die Weigerung zu arbeiten (Generalstreik) als auch über den Angriff auf die Zuschreibung, wer für welche Arbeit zuständig sei, der Kapitalismus angegriffen werden. Damit er überwunden wird, muss beides zusammenspielen.

    Aber natürlich ist es für weiße deutsche Mittelschichtskinder, die studiert haben und auch sonst den Normen entsprechen, einfacher, sich über Antidiskriminierungspolitik lustig zu machen. Schließlich besteht für diese Leute nur eine geringe Gefahr, lebenslänglich als Leiharbeiter in Fabriken zu arbeiten.

  8. 8 earendil 06. August 2012 um 19:25 Uhr

    Das heißt, es kann sowohl über die Weigerung zu arbeiten (Generalstreik) als auch über den Angriff auf die Zuschreibung, wer für welche Arbeit zuständig sei, der Kapitalismus angegriffen werden.

    Bullshit. Bei dem „Angriff auf die Zuschreibung, wer für welche Arbeit zuständig sei“ geht es doch nur darum, dem Ideal einer Leistungsgerechtigkeit näher zu kommen, also darum, dass die Klassenzugehörigkeit nicht qua Herkunft festgelegt ist. Schön und gut, aber den Kapitalismus kratzt das kein bisschen. Dem ist es egal, wie sich die Klassenzugehörigkeit bestimmt, wichtig ist nur, dass es Klassen gibt. Und daran ändert sich durch Antidiskriminierungspolitik rein gar nichts.

    Mit Antikapitalismus hat das also nichts zu tun, das ist im Gegenteil astreiner Liberalismus. Wie es Erich Mühsam so schön bebildert hat:

    Man stelle sich den Staat als einen Käfig vor, in dem die Vögel an Stangen festgebunden sind. Manche haben den Futternapf direkt vor dem Schnabel, die meisten müssen zusehen, wie die Begünstigten daraus fressen. Die Liberalen wünschen, daß man die armen Tiere losbinde, damit sie sich in dem engen Käfig um die paar Futternäpfe balgen können. Sie nennen das: laisser faire, laisser aller.

    Andere nennen es Antidiskriminierungspolitik.

    Nun geht es bei dieser „Critical Richness“ aber noch nicht einmal hauptsächlich um Antidiskriminierungspolitik, sondern darum, dass Mittelschichtskinder an ihrem Bewusstsein arbeiten, auch mal mit den Schmuddelkindern spielen und sie ihren inferioren Status nicht dauernd wissen lassen. Das kratzt den Kapitalismus noch viel viel weniger.

  9. 9 Andreas Kemper 07. August 2012 um 13:11 Uhr

    wichtig ist nur, dass es Klassen gibt.

    Eben. Aber Klassen ergeben sich nicht aus den ökonmischen Produktionsbedingungen, sondern sie wurden mit brachialer zuschreibender Gewalt und entsprechenden Gesetzgebungen geschaffen und müssen durch Körperpolitiken immer wieder neu produziert werden. Sie ergeben sich nur potentiell aus den Produktionsbedingungen.

  10. 10 umwerfend 09. August 2012 um 9:18 Uhr

    „Aber natürlich ist es für weiße deutsche Mittelschichtskinder“

    burscherl, jetzt pass mal auf: ich hab zwar studiert, hackel aber, weil – richtig geraten – ich lohnabhängige bin, also dazu gezwungen bin. dabei komm ich beschissen weg.

    mittelschicht ist btw IDEOLOGIE! 70 – 150 % des medianeinkommens. soll heißen: laut DIW BERLIN ist man bereits ab 861 euro netto / monat einkommen mittelschicht. wo ist da ein privileg, du arsch? diese ideologiesauce trieft aus den mainstreammedien – „ihr seid arm aber immerhin MITTELSCHICHT, also was besseres als die UNTERSCHICHT“ (das sind nämlich die mit 860 euro und weniger) – und du peinlicher heini machst begeistert mit. statt zu begreifen, dass hierbei divide et impera vorliegt.

    ps: ich bin dieser rechnung nach übrigens unterschicht. arschloch.

    pps: das schichtendingens wurde sowieso nur erfunden, um den klassenkampf zu schwächen:

  11. 11 umwerfend 09. August 2012 um 9:26 Uhr

    zudem hast du e. überhaupt nicht verstanden, du kapitalismusverharmloser.

  12. 12 umwerfend 09. August 2012 um 9:33 Uhr

    „Aber Klassen ergeben sich nicht aus den ökonmischen Produktionsbedingungen“.

    doch. und DIESE werden mit gewalt durchgesetzt. nämlich durch das aufherrschen des privteigentums, an dem ich von klassismus-seite noch nie ne kritik gehört habe. ein prolet ist ein mensch, der als privateigentum nur sich hat — also seine arbeitskraft! er ist durch die gewalt des privateigentums von allen möglichkeiten der reproduktion ausgeschlossen und muss sich daher auf dem arbeitsmarkt als lohnsklave anbieten. der lohn ist das mittel des kapitals zur aneignung fremder arbeit. und als solcher ist er beschränkt: lohnkosten sind ein abzug vom angestrebten gewinn und der prolet muss jeden monat wieder andackeln. und ob der nun 700 kriegt oder 1500 oder 2000 — es wird da kein privileg draus, denn es liegt ein AUSNUTZUNGS- und ERPRESSUNGSVERHÄLTNIS vor. das ist die bestimmung. und nicht „860 euro unterschicht, 861 euro und ein goethe-vers mittelschicht“.

  13. 13 Andreas Kemper 09. August 2012 um 17:07 Uhr

    Wenn deine Wut verflogen ist, dann überprüfe deine Wahrnehmung, ob du von der „klassismus-seite noch nie ne kritik“ am Privateigentum von Produktionsmitteln gehört hast.

  14. 14 Andreas Kemper 09. August 2012 um 17:07 Uhr

    Wenn deine Wut verflogen ist, dann überprüfe deine Wahrnehmung, ob du von der „klassismus-seite noch nie ne kritik“ am Privateigentum von Produktionsmitteln gehört hast.

  15. 15 jana 09. August 2012 um 17:45 Uhr

    puh, wüste beschimpfungen sind hier ja am start, aber ich versuchs trotzdem mal…

    zum zusammenhang von klassimsus und kapitalismus hat andreas ja schon einiges geschrieben, darauf gehe ich nicht nochmal ein. ich erwarte aber, dass der kampf von leuten gegen diskriminierungen aufgrund ihres klassenhintergrundes oder aufgrund ihrer aktuellen klassenposition ernstgenommen wird – und zwar auch unabhängig davon, ob sie damit ‚den Kapitalismus‘ aus den Angeln heben (wollen).

    wir können immer darüber diskutieren, was die besten strategien sind, um ‚den kapitalismus abzuschaffen‘. die überheblichkeit, bei einer solchen diskussion den kämpfen gegen klassismus (zb in form von beschimpfungen, lächerlichmachen, nicht-zuhören, nicht ernstnehmen etc.) die legitimität abzusprechen, macht mich aber fassungslos.

    das führt nicht zuletzt dazu, dass wiederum auch die politischen kontexte, die ‚den kapitalismus abschaffen‘ wollen, dominiert werden durch bildungsbürgerliche/mittelschicht/besitzende/….

    mit solidarischen grüßen an andreas,
    jana

  16. 16 stankovic 09. August 2012 um 22:05 Uhr

    „Aber Klassen ergeben sich nicht aus den ökonmischen Produktionsbedingungen, sondern sie wurden mit brachialer zuschreibender Gewalt und entsprechenden Gesetzgebungen geschaffen und müssen durch Körperpolitiken immer wieder neu produziert werden.“

    Ich plädiere dafür, dass Hr. Kemper – nachdem er die Früchte seines Studiums zum Besten gegeben hat – fortan bis zum Ende seines Lebens als Leiharbeiter in Fabriken zu arbeiten hat. Es wäre zu diskriminierend, sollte es mal heißen, dass die Proleten dort nur schuften, weil sie für anderes zu dumm seien.

  17. 17 umwerfend 10. August 2012 um 8:16 Uhr

    andreas, meine wut ist verfolgen, jetzt kannst du auf das von mir vorgebrachte eingehen.

    jana,

    ich erwarte aber, dass der kampf von leuten gegen diskriminierungen aufgrund ihres klassenhintergrundes oder aufgrund ihrer aktuellen klassenposition ernstgenommen wird – und zwar auch unabhängig davon, ob sie damit ‚den Kapitalismus‘ aus den Angeln heben (wollen).“

    erwarten kann man viel, wenn der tag lang ist. solange ich von der sinnhaftigkeit eines vorhabens nicht überzeugt bin – nämlich durch argumente –, unterstütze ich nichts. ernst nehmen tu ich das klassismusblabla aber schon, sonst hätte ich den beitrag gar nicht verfasst.

    beschimpfungen: mir fällt ja, neben meiner polternden art, auch auf, dass andreas mich — ohne mich zu kennen — als weißes akademisches mittelschichtskind eintütet. das soll ein argument darstellen: meine argumente sollen nicht so viel wert sein, wie die, die aus seinem PoC-unakademischen-unterschichten-mund kommen. merkst was? — es handelt sich um umgedrehten klassenrassismus, vermischt mit weiterem blabla. darauf, dass seine eintüterei falsch ist, bin ich schon eingangen. darauf, dass andreas weiß und akademisch ist, lang und breit einzugegen, spar ich mir, weil das interessiert mich nicht. argumente zur sache würden mich interessieren, nicht euer rassistischer ID-scheiß.

    „das führt nicht zuletzt dazu, dass wiederum auch die politischen kontexte, die ‚den kapitalismus abschaffen‘ wollen, dominiert werden durch bildungsbürgerliche/mittelschicht/besitzende/….“

    LOL. wo um himmels willen siehst du hier ne mittelschicht oder besitzende? ihr halluziniert doch! das ist so ne blöde denunziationstour!

    ich hab zwei ausstehende mieten und der vermieter sitzt mir im nacken! und dann kommst du arschloch daher und sagst, ich soll euer akademisches gelaber loben und euch dafür, dass ihr postmodern und diversity-mäßig labern könnt, respektieren.
    und wenn ich das nicht tu, dann wer ich wieder eingetütet in eure rassistischen ID-tüten.

    dein ton-argument kannst du dir sonst wohin schmieren!

    wenn hier noch einmal was kommt mit: du mittelschichtskind oä., dann wird der entsprechende beitrag gelöscht.

  18. 18 umwerfend 10. August 2012 um 8:19 Uhr

    diskrimierung ist ja auch so ein dämliches argument: hört eigentlich niemand das verlinkte audio-file an? DAS PROBLEM IST DOCH DIE GLEICHBEHANDLUNG! wenn ich ungleiches gleich behandle, dann kommt ungleichheit raus! und genau das liegt auch vor.

  19. 19 umwerfend 10. August 2012 um 8:36 Uhr

    Privateigentum von Produktionsmitteln

    ich habe geschrieben: kritik am privateigentum.

    **

    noch was, jana, ich debattiere mit niemandem strategien, der nicht meine kritik an den verhältnissen teilt. vernünftigerweise. ihr strebt in wahrheit auch ganz was anderes an als ich.

  20. 20 umwerfend 10. August 2012 um 11:14 Uhr
  21. 21 umwerfend 10. August 2012 um 11:23 Uhr

    „Mache dir bewusst, dass es keine Schande ist, reich zu sein. Tatsächlich ist es eher eine Schande Reichtum zu verbergen, denn es ist unsolidarisch.“

    http://clararosa.blogsport.de/2012/08/02/klassenverbuendete/#comment-496

    mannomann. jetzt seh ich die figuren in lech, zürs und st. anton ganz anders! LOOOOOOOOLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLL

  22. 22 Andreas Kemper 10. August 2012 um 13:41 Uhr

    Ich habe aus dieser „Diskussion“ gelernt, dass ich mich zukünftig weniger auf die „Argumente“ von solchen Argumentationsmustern einlasse. Eine politische Strategie, die darin besteht, jede Diskussion auf abstrakte Bestimmungen zu lenken, in diesen Diskussionen aber in jedem zweiten Satz die Beleidigung „Arschloch“ fallen zu lassen, ist Ausdruck eines sektiererischen Wahnsinns.

    In Diskussionsrunden wo Leute gezielt konstruktive Diskussionen zerstören, um über die „eigentliche Bestimmung“ blablabal zu reden, werde ich mich dafür einsetzen, diese Leute rauszuwerfen. Ich tue mir das seit zwölf Jahren an.

    Noch einmal zur verräterischen Vokabel „Bestimmung“. Als Arbeiterkind sind mir „Besimmungen“ egal. Es ist mir scheißegal, was die eigentliche „Bestimmung“ von Schulen oder Hochschulen sind. Es ist mir deshalb egal, weil ich nicht akzeptiere, dass da jemand „bestimmt“. Versuche, die „Bestimmung“ herauszufinden, ist vorpubertär. Von „Bestimmung“ zu reden, zeigt nur, dass da jemand noch Eltern im Nacken sitzen hat, gegen die man aufbegehren muss. Und weil es immer nur darum geht, die „Bestimmung“ zu analysieren, kommt es auch nicht zu einem eigenverantwortlichen Handeln. Es ist das Verhalten von Kindern zwischen Einschüchterung und verbaler Rebellion. Mit Politik hat das nichts zu tun. Das Umsichschmeißen mit Vokablen wie „Arschloch“ passt sehr gut in dieses pubertierende Rebellionsgehabe.

  23. 23 umwerfend 10. August 2012 um 13:49 Uhr

    „Als Arbeiterkind sind mir „Besimmungen“ egal.“

    merkt man. im übrigen red ich einfach klartext: wenn jemand wie du daher surft und mich als wohhabend oder sonst noch was darstellt, dann erlaube ich mir auf die richtige art und weise zu antworten: du bist ein arschloch. denn dir fehlen argumente und daher gehst du ad personam, und das auch noch halluzierend, wie schon mehrmals geschrieben.
    und wenn ich mir das nicht gefallen lasse, kommst mit dem ton-argument. wie das arschlöcher beim arschlochsein eben so machen. noch jede frechheit soll man ihnen durchgehen lassen. na sicher doch.

    ich könnte das ganze so handhaben wie du:
    du bist weiß, hast studiert, hast nen schwanz (typisiert, alter!), hast die dt. staatsbürgerschaft, kurzum du bist ne privilegierte sau. mach ich aber nicht. weil es mir um die bestimmung der sache geht und da tut es eben genau gar nichts zu sache, aus wessen maul ein richtiges argument kommt. aber ich weiß, mordsverräterisch ist das!

    „Es ist mir deshalb egal, weil ich nicht akzeptiere, dass da jemand „bestimmt“.“

    es geht um das wesen der sache: was hat man da vor sich? und eben genau nicht darum, dass irgendjemand sagt: so isses, weil ich bin xyz. es geht darum, dass man das wesen eines gegenstandes erfasst. das kann man prüfen, aber das ist dann ja auch wieder viel zu autoritär für so identitäsversessene faselonkels wie dich.

    „Von „Bestimmung“ zu reden, zeigt nur, dass da jemand noch Eltern im Nacken sitzen hat“

    du hast es geschafft! schon wieder hast mich als „mittelschichtskind“ gekennzeichnet, das ich nicht bin. von dir kommt in zukunft hier kein kommentar mehr durch. denunziere gefälligst woanders, DU ARSCHLOCH!

    ps: du adultist!

  24. 24 stankovic 11. August 2012 um 7:23 Uhr

    Andreas, Du bist ein Arschloch! Aber nicht nur das: ein dummes Arschloch gar! Wenn Du schon was lernen willst, dann versuch dich mal an der deutschen Sprache und lass das Idiotensprech sein: Wenn Widersprüche erst deutlich benannt werden müssen von dir und deinesgleichen, um manifester zu werden, dann sind’s halt Widersprüche, die der Moral linker Deppen entsprungen sind. Natürlich hast Du an der Klassengesellschaft nichts auszusetzen, wenn Du dich lediglich am Klassismus stört. Der Skandal soll sein, dass der Pöbel – obwohl das erzkapitalistische Ideal der Konkurrenz es so will – trotz Arbeit, Initiative, Tatendrang und Einsatz sich nicht in die höhere Etagen sich hochschuften kann, wo es ein paar Cent mehr gibt. Ungeheuerlich auch, dass uns nicht der Spross eines Professors die vollgeschissenen Klos sauber macht. Dass also die Resultate der Konkurrenz mal wieder nicht dem Ideal einer gerechten Konkurrenz entsprechen sollen, daran störst Du dich also, zumindest solange Du deinen fetten Arsch nicht dort sitzen hast, wo ihn der Gerhard Schröder hingesetzt hat. Hab ich dir schon gesagt, dass Du ein Arschloch bist? Ein dummes gar? Das mit der „Bestimmung“ war saugut und verrät, wo’s bei Euch langgeht: direkt in die Quasselbude, wo jeder mal aussprechen darf und mit seinen Sorgen und Ängsten ernstgenommen zu werden hat. Eine Mischung aus miefigem Proletkult und Neurolinguistischer Programmierung will der sektiererische Wahnsinn da groß aufziehen: mit einem Katalog an Vorschriften, die demnächst die guten von den schlechten Menschen scheiden werden, ist ja schon ein ganz passabler Anfang gemacht worden. Ob’s den Negern, Fotzen, Krüppeln und anderen Kanaken was bringt, steht eher zu bezweifeln – die sollen sich bloß damit zufrieden geben, höflich angequatscht und behandelt zu werden. Dann darf aber auch erwartet werden, dass das Klo glänzt. Wer das anders sieht, fliegt aus der Diskussionsrunde raus!

  25. 25 stankovic 11. August 2012 um 18:59 Uhr

    Ein Gedanke:

    aufgrund einer an blogsport herangetragenen beschwerde zensiert. gewaltandrohung und so. gruß, umwerfilein

  26. 26 Angesprochener 28. August 2012 um 11:24 Uhr

    @ stankovic

    Merci, sach ich, Stankovic, aber: machste mit?

    Ums mal zu konkretisieren: Unterhielt mich beim Unkrauthacken, Holzhacken, Schweinefüttern usw. auf dem kirchlichen Biohof, zu dem mich die Arge verpflichtet hatte, unlängst mit einem zu sozialer Arbeit verdonnerten Knaben über die Modalitäten der Dope-Beschaffung in der Arbeiterjugend, als ein untersetzter Sozialpädagoge vorbeispazierte in freundlichem Geplaudere mit einer Verwaltungsangestellten. Ich kannte ihn bereits von einer („konstruktiven“) Diskussion der lokalen FAU, deren Mitglied er ist.

    Es ist ganz interessant, diese Erfahrung: Nicht erkannt oder angesehen zu werden von solchen Linken, denen man bei anderer Gelegenheit die Überflüssigkeit der Foucault-Lektüre für den Klassenkampf erläutert hat, sobald man in Arbeitsmontur, ner Harke in der Hand und ner Schirmmütze oben drauf angetroffen wird.

    Inzwischen ist der Critical-Whiteness-Kram bei uns in der Provinz angekommen – und die FAU? – Na, sie ist voll drauf eingestiegen. Und, Stankovic, ich möchte dich korrigieren: Es handelt sich nicht um bloßes „Studentengelaber“, sondern um ein sozialpädagogisches Konzept, das bei der Kontrolle gerade des Lumpenproletariats in Anwendung gelangt.

    Von den hiesigen FAU-Syndikalisten nebenbei sind zumindest drei bei der katholischen Kirche angestellt. Insgesamt hat sich die Aggressivität des libertären Spektrums(inkulsive Neo-Autonome) nach Übernahme der Vorstellung von der Klasse als eines ideologischen Konstruktes gegenüber Lohnarbeitern spürbar erhöht.

    Für mich ist es eindeutig: Critical Whiteness ist arbeiterfeindlich und eine freche Heuchelei. :)>-

  27. 27 umwerfend 21. Oktober 2012 um 13:02 Uhr

    sorry, angesprochener – ich war ewigkeiten nicht mehr hier, daher erst jetzt die freischaltung.

  28. 28 stankovic 29. Oktober 2012 um 11:09 Uhr

    Auch länger nicht hier gewesen und heute erst gesehen, dass mein Posting in Folge einer Beschwerde gelöscht werden musste. Kann mir egal sein, aber Gewaltandrohung als Grund finde ich amüsant. Hast Du noch irgendwo den wortgetreuen Inhalten? Wenn ja schick mir den dann mal als Mail, damit ich versuche nachzuvollziehen, warum jemand um seine körperliche Unversehrtheit sich Sorgen machen musste.

  29. 29 umwerfend 04. November 2012 um 20:02 Uhr

    original hab ich nimmer. du hast ca. geschrieben: solange sich genug lumpenproletarier finden, die xyz aufs maul geben, kann das lumenproletariat nicht allzu verblödet sein.

  30. 30 stankovic 08. November 2012 um 17:11 Uhr

    Ach ja, ich erinnere mich, frage mich aber, wo darin eine Gewaltandrohung enthalten gewesen sein soll.

    Darf ich raten, wer der Beschwerdeführer war?!

  31. 31 umwerfend 16. November 2012 um 9:53 Uhr

    schwer zu erraten ist das nicht.

  32. 32 Angespr. 19. November 2012 um 13:16 Uhr

    @Stankovic

    Stankovic, mal im Ernst: Ich hätte da noch günstig Bahnsteigkarten abzugeben, Interesse?

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