duden

es gibt leute, die wissen nicht, was rezeption heißt. man könnte ihnen raten, die buchstabenkombination r-e-z-e-p-t-i-o-n nur lange genug anzuschauen, dann würde sich der inhalt schon erschließen. man könnte ihnen aber auch raten, zum duden zu greifen und nachzuschlagen. der duden liefert via onlinesuche 16 einträge, manche direkt zu „rezeption“, , manche zu daraus abgeleiteten worten (z.B. „rezeptionist“). nicht einfach für denjenigen, der auf der suche ist: meint rezeption jetzt den empfang im hotel oder „1. Auf-, Übernahme fremden Gedanken-, Kulturguts; 2. verstehende Aufnahme eines Kunstwerks, Textes …“? das erschließt sich nur durch den kontext — in der regel wiederum wörter. und wenn man die auch nicht kennt, muss man noch viel mehr nachschlagen. so wie man auch weiterschlagen muss, wenn man wörter nicht kennt, mit denen der duden ein wort erklärt.

jetzt könnte man sagen: super, dass es den duden gibt, der den objektiven inhalt von wörtern festhält. nur: der duden hält überhaupt keine „objektiven“ inhalte fest. das merkt man spätestens dann, wenn die redaktion ein „veraltet“ wohin setzt, erklärungen ändert oder neue buchstabenkombinationen aufnimmt. soll heißen: aufgabe der duden-redaktion ist es, kontinuierlich einzufangen, welche inhalte einer buchstabenkombination gerade mehrheitlich zugewiesen werden. die aufgabe der duden-redaktion ist es also nicht, buchstabenkombinationen stunden- und jahrelang anzuschauen, auf dass sie ihren „objektiven“ inhalt preisgeben; den gibt es nämlich nicht. sonst wäre ja auch sowas wie ein duden überflüssig. den duden gibt es, weil es den „objektiven“ inhalt so gar nicht gibt. duden-leute beschäftigen sich nicht mit angeblich objektiven inhalten, sondern damit, wie sich menschen zu einer buchstabenkombi verhalten.
weil der duden den schwerpunkt auf aktuell durchgesetzte zuweisungen setzt, ist er ein bisschen langsam beim einfangen: daher dauerte es ein paar jahre, bis zB simsen aufgenommen wurde. andere nachschlagwerke sind schneller, denn sie setzten auf die direkte mitwirkung der wortbenutzerInnen. beispiel: das urban dictionary.


32 Antworten auf „duden“


  1. 1 umwerfend 18. Mai 2012 um 20:08 Uhr

    was aus der annahme eines „objektiven“ inhalts eines wortes folgt, dürfen übrigens recht viele studierende einer sprache machen: wenn ihnen ein prof einen text aus dem frühmittelalter zur interpretation vorlegt und dabei dann – rekurs nehmend auf den angeblich „objektiven“ inhalt eines wortes – in diesem text die bürgerliche gesellschaft mit ihrer gefühlswelt entdeckt. sanfte hinweise darauf, dass es, um nur ein beispiel zu nennen, das gefühl „mutterliebe“ vor der entstehung der bürgerlichen gesellschaft in der uns bekannten art gar nicht gab, prallen an solchen typen ab wie nix. „da steht’s doch!“

  2. 2 stankovic 02. Juni 2012 um 1:40 Uhr

    Es mag sein, dass man die Bedeutung einiger Wörter der eigenen Sprache nicht kennt – nur berechtigt das keinesfalls zur Vorstellung, das Wort als solches existiere getrennt von seiner Bedeutung als Buchstabenkombination, um dann nach langer Zeit des Ausharrens einen Inhalt verpasst zu bekommen. Kennt man die Bedeutung nicht, so schlägt man im Duden nach oder bemüht im Falle einer fremden Sprache ein Wörterbuch. Der menschliche Verstand ist an der Doppelbedeutung eines Wortes bislang noch nicht verzeifelt, gerade weil er nicht einem bedeutungslosen Buchstabenwirrwarr eine Bedeutung zuweisen muss, um Verständigung möglich zu machen.

    Schon Kleinkinder lernen die Sprache so, dass sie mit dem Finger auf einen Gegenstand zeigen und von den Großen das richtige Wort zu hören kriegen. Es fiele unter den Tatbestand der Grausamkeit, einem Kind eine Katze als Hund vorzustellen oder die Gabel einen Löffel zu nennen. Auch wird, wer das Wort „Flux-Kompensator“ zum ersten Mal hört, deswegen zum Duden greifen, weil er sich fragt: was bedeutet dieses Wort? – weil also eine Bedeutung unterstellt wird, die gewußt werden will. Ein Wort ohne Bedeutung ist kein Wort, sondern einfach nur ein Ncztiksbhrzeifnl! (Demnächst im Duden zu bestaunen: „Ncztiksbhrzeifnl“ = ein Unmöglich-Ding)

    Ich muss zugeben, dass mich langsam ein Befremden beschleicht, jetzt da sich auch hier die Objektivität immer mehr unbeliebt macht. Was kommt als nächstes? Dass die Sprache die Realität strukturiere? Dass Wahrheit ein soziales Konstrukt sei? Sehen mich die anderen noch, wenn ich die Hände vor meinen Augen halte und ich jene, die mich betrachten, nicht mehr sehe? Überlebe ich einen Sturz aus einem Hochhaus, wenn ich weiß, dass ich Superman bin?

    Der Besuch einer bürgerlichen Universität scheint nur noch in den natur- und ingineurwissenschaftlichen Fachbereichen unbeschadet überstanden werden zu können. Objektiv betrachtet zumindest!

  3. 3 star wars 02. Juni 2012 um 11:24 Uhr

    @stankovic

    Der Besuch einer bürgerlichen Universität scheint nur noch in den natur- und ingineurwissenschaftlichen Fachbereichen unbeschadet überstanden werden zu können.

    Also, ich verstehe mittlerweile nicht warum die Allermeisten so tun als ob Naturwissenschaften vor interessierter Irrreführung gefeit sein könnten. Ich führe mir zu Gemüte was in den Naturwissenschaften als Hypothesen/Erklärungsmuster für naturwissenschaftliche Phänomene bzw. deren Unverständnis/lückenhaftes Wissen mittlerweile alles in Forschungsinstituten kursiert: Parallelluniversen, Superstrings, Stringtheorie, Dunkle Energie, Dunkle Materie, Quantenphysik, die Einführung der 200sten Elementarteilchen-Konstante in der Quantenphysik…

    Also, gegenüber interessiert motivierter Ideologie-/Theorieproduktion können auch die Naturwissenschaften (Physik) längst nicht mehr als eine abgeschirmte Domäne betrachtet werden.

  4. 4 stankovic 03. Juni 2012 um 12:52 Uhr

    Und was hat das mit dem Duden zu tun?

  5. 5 star wars 03. Juni 2012 um 13:59 Uhr

    Nichts, außer ein Aufhänger wenn von dir hier schon der Gegenstand verfehlt wird. Aufgabe des Dudens ist die Katalogisierung von, in SOZIALER REALITÄT hergestellten, Wortbedeutungen.

    Ich wüßte allerdings nicht wie naturwissenschaftliche Realität SOZIAL hergestellt werden könnte. Außer eben die theoertische Erfassung dieser durch den (wissenschaftlichen) Betrachter selbst steht im Fokus.

  6. 6 stankovic 03. Juni 2012 um 16:23 Uhr

    hä?

  7. 7 umwerfend 03. Juni 2012 um 19:27 Uhr

    ja, ein kind muss wörter LERNEN. inwieweit soll das ein widerspruch zu dem von mir geschriebenen sein? und wie kommst du zu deinen irren befürchtungen?

  8. 8 stankovic 03. Juni 2012 um 20:55 Uhr

    Eben, es lernt Wörter, die einen Gegenstand bezeichnen, also eine Bedeutung haben – nirgendwo auf diesem Planeten wird einem bedeutungslosen Wort eine Bedeutung zugewiesen, es sei denn man will eine Kunstsprache kreieren. Wörter haben ihre Bedeutung und ohne diese wären sie keine – es soll, warum auch immer, der objektive Inhalt der Wörter bestritten werden und zwar, weil an Doppelbedeutungen oder Bedeutungswechseln verzweifelt wird. Es ist so, als ob C++ das Ideal einer Sprache abgäbe, an der die deutsche oder spanische kläglich scheitert.

    Wie ich zu meinen Befürchtungen komme, nur weil alle wie Konstruktivisten, Interaktionisten, Strukturalisten usw daherquatschen? Frag nicht, sondern nimm mich psychoanalytisch aufs Korn! Das kann doch jeder Sozialarbeiter!

  9. 9 umwerfend 03. Juni 2012 um 22:18 Uhr

    nochmal: wenn ein zeichen einen objektiven inhalt hätte, so wie du das behauptest, müsste das kind das zeichen nur lange genug anschauen. funkioniert aber nicht.

    so funktioniert es:
    http://d1sgllydcvbtvn.cloudfront.net/lovefilm-de/images/products/9/220259-large.jpg

    dem kind wird mitgeteilt wie MAN objektiv gegebenes bezeichnet: und wenn man kein arschloch ist und dem kind das leben zur hölle machen will, erfindet man dabei keine kunstsprache, sondern orientiert sich an den gesellschaftlichen konventionen: diese aber, und das lehrt ein blick in ältere duden durchaus, können sich ändern.

  10. 10 stankovic 03. Juni 2012 um 23:52 Uhr

    Objektivität heißt für euch doch mittlerweile nur die brutale Wirkung eines gnadenlosen Determinismus, der das Subjekt tötet. Ich warte ab bis sich die Konventionen ändern, um Euch dann mit der Bezeichnung „hirnlose Vollidioten“ zu schmeicheln.

    Die Bedeutung von Wörtern kann sich ändern – ja und? Ist es diese erstaunliche Entdeckung, die dich derart in Extase geraten lässt, dass Du Wörter als Variablen um Bedeutungen rumtanzen siehst bis alle zueinander gefunden haben. Sag doch einfach: „Boah ne! Voll krass! Wörter ändern ihre Bedeutung, bedeuten heute dies, morgen das! Spannend dem mal auf die Spur zu kommen!“ Ist ja nicht verkehrt und was Schlaues käme auch raus! Aber was treibt dich denn dazu, in bester Studi-Manier einen Dünnpfiff zum Besten zu geben, von wegen kein objektiver Inhalt oder Zuweisung von Bedeutung? Aber so soll man’s sich vorstellen: da liegt das bedeutungslose Wort „simsen“ herum und kein Arsch weiß, was es bedeuten soll – bis dann eines Tages mit der Macht einer gesellschaftlichen Konvention verfügt und durchgesetzt wird, dass fortan das Verschicken von Textnachrichten übers Handy damit bezeichnet werden sollen. Boah ne! Voll akademisch!

  11. 11 stankovic 04. Juni 2012 um 0:22 Uhr

    Die Lyrics passen grad so schön: Black Sheep – L.A.S.M. (1991)

    (Gruß an den Klassensprecher von 1984)

    I.B. – Interview Bitch

    B.S. – When I‘m not sure who’s talking, or Dres and Lawnge both are

    M.L. – Mista Lawnge

    Dres – Who else?

    (Yo-Yo: „Don‘t try to play me out, don‘t try to play me out.“)

    I.B. – Hello. We are the hosts of L.A.S.M. association, Ladies Against Sexist Motherfuckers. And today our guests are Black Sheep. You both are from New York right?

    B.S. – Ah. That’s true. New York. That’s true. Yo.

    I.B. – You supposedly met in North Carolina?

    B.S. – Yea, yea, yea. North Carolina. Yea. Uh huh. Yea, yea.

    I.B. – So what’s the difference between the lifestyles you lead in New York and North Carolina?

    B.S. – Trees and building. Trees and buildings.

    Dres – Basically, look, there was tractors, rakes, and hoes down there. Up here we just got the hoes. You know what I‘m saying.

    B.S. – Tractors and rakes.

    I.B. – Dres, you seem to have a conceited personality. Do you?

    Dres – Next question please.

    I.B. – Ah. Wow. In your album you disrespect women by calling us hoes. Why is that?

    Dres – Listen, listen, listen. Honey, ho is merely short for honey. Dig? Hoe is short for honey. We just got lazy and dropped the -ney.

    B.S. – Right. Like when you drop to you knees. Right, right.

    I.B. – Wait a minute. Do you call you mother, or sister, or your grandmother a ho? (Go ahead girl)

    M.L. – Basically I do. They half hoes. You know what I‘m saying. That’s my point.

    I.B. – Mista Lawnge, what do you mean by this nine point five thing?

    M.L. – Could we talk about that some other time.

    I.B. – But the people want to know.

    M.L. – Not right now.

    I.B. – But, but.

    M.L. – Look, I said later man.

    I.B. – I can dig it.

    M.L. – I‘ll bet she can… ho knows all of my business.

    I.B. – Hold up, hold up. All professionalism aside, motherfucker, where do you come off thinking you‘re God’s gift to the world? It is dogs like you that make men look so bad.

    B.S. – He, he, he.

    I.B. – Do you really think this bullshit is going to sell?

    (beep beep, beep beep, beep beep, beep beep)

    M.L. – Well listen it’s like this. Ah, I am a very important man. Right. And as you can tell. It doesn‘t really matter because, as long as I‘m up in somebody busting somebodies gills. Right.

    I.B. – Look I‘ve had enough of your egotistical, chauvinistic, pimp daddy, immature, couldn‘t get a real woman even if you want to attitude.

    Dres – Honey. Listen. Honey, check this out.

    I.B. – That’s it. I can‘t take it any more.

    Dres – Honey. Listen. Honey. Listen.

    I.B. – This is the end of this interview. Later.

    B.S. – Come on.

    I.B. – I said later man.

    B.S. – He can dig it.

    I like them niggers. I like them niggers. I like them niggers.

    This show was sponsored by Masinfrill douche, Maybe maxipads, and

    super

    eight inch tampons plus. Courtesy of …

  12. 12 bigmouth 04. Juni 2012 um 1:45 Uhr

    ich glaube, ihr solltet euch mal einigen, was ihr unter „objektiv“ versteht. daran scheint’s nämlich zu hapern.

    umwerfend geht’s wohl darum, zu sagen, dass wörter keien bedeutung a priori besitzen.

    übrigens gibt es ja auch wörter, die gar keien gegenstände bezeichnen – adjektive zB. und da ist eins wie „schön“ oder „lecker“ etwa keine bezeichnung für einen objektiven sachverhalt

  13. 13 umwerfend 04. Juni 2012 um 8:08 Uhr

    Aber so soll man’s sich vorstellen: da liegt das bedeutungslose Wort „simsen“ herum und kein Arsch weiß, was es bedeuten soll

    nein, so soll man sich das nicht vorstellen. krieg mal deine phantasie in griff.

  14. 14 stankovic 04. Juni 2012 um 20:26 Uhr

    Welche Phantasie, umwerfend? Wäre ich für einen kurzen Augenblick geneigt davon auszugehen, dass bei dir Gesagtes und Gemeintes nichts miteinander zu tun haben, dass du also einfach nur fasziniert bist von den vielen Bedeutungen, die ein manches Wort im Laufe der Jahre annimmt, aber dein Erstaunen ungeschickt in Worte fasst, ja dann fiele mir auf, dass die naheliegendste Beschäftigung mit dem Thema ausbleibt: weder fragst Du danach, wie so ein Bedeutungswechsel zustande kommt, woher die Wörter kommen, warum es sogar geschehen kann, dass ein Wort nicht nur eine andere, sondern gar die gegenteilige Bedeutung annehmen kann – alles das interessiert dich anscheinend nicht, weil Du dich mit einer falschen Abstraktion begnügst, die dann auch verrät, dass Du sagst, was Du meinst. Buchstabenkombination & Sinn, der jener noch zugewiesen werden muss – das hältst Du allen Ernstes für eine mitteilenswerte Erkenntnis. Warum aber „geil“ in den 70ern noch ganz klar „ficken wollen“ bezeichnete, ein Jahrzent später aber einfach nur „verdammt gut“ meinte, wird schlicht und ergreifend nicht erklärt.

    bigmouth, du bist lustig: je nachdem, was „objektiv“ heißt, wissen wir, ob etwas objektiv ist oder auch nicht? Ist dir sowas nicht peinlich? Übrigens: was meinst Du mit “ Adjektive bezeichnen keine objektiven Sachverhalte“? (Weiß nicht, was Du damit sagen willst)

  15. 15 bigmouth 04. Juni 2012 um 20:55 Uhr

    nicht alle adjektive. „rot“ ist zB ein objektiver sachverhalt. „lecker“ nicht

  16. 16 stankovic 04. Juni 2012 um 21:39 Uhr

    Spinnst Du jetzt! Wenn einer sagt: „Die Suppe ist lecker“ und der andere: „Die Suppe ist nicht lecker“ dann hat für beide das Wort „lecker“ die gleiche Bedeutung und weil sie letzterem nicht schmeckt, packt der vor das „lecker“ eine Verneinung! Der Streit geht darum, ob die Eigenschaft, deren Bedeutung keiner in Frage stellt, der Suppe zukommt oder nicht. DU durftest studieren und andere nicht, nur weil sie es zu nicht mehr als einem Hauptschulabschluß gebracht haben? Sorry, aber das war mit Abstand das Dümmste, was ich je gehört habe!:o

    NACHTRAG

    Hat nichts mit dem Thema zu tun, trotzdem am Rande nur der kleine Hinweis, dass ich sehr wohl der Ansicht bin, dass Speisen genauso wie Kunst objektiv bewertet werden können, aber scheiß drauf: in den Seminarräumen ist Euch der Verstand flöten gegangen und in der Mensa der Geschmackssinn!

    http://www.felix-bartels.de/2009/06/25/leicht-zu-verstehen-leicht-zu-losen-schwer-zu-machen/#more-202

  17. 17 bigmouth 05. Juni 2012 um 0:39 Uhr

    du verwechselst da die ebenen. die haben doch eben genau eine differenz darüber, was „lecker“ jetzt konkret bedeutet, denn mehr als „schmeckt mir subjektiv“ kommt da nicht raus. insofern sind sie sich nicht einig, was „lecker“ objektiv bedeutet. die wissen wie das adjektiv „lecker“ sprachlich korrekt benutzt wird, und das ein sprecher damit was über seine empfindung aussagen will. sie können aber eben nicht sagen, ob der suppe jetzt objektiv diese qualität zukommt, weil diese qualität keinen objektiven charakter hat. im gegensatz zu so was wie der farbe der suppe, ihrem salzgehalt oder so

  18. 18 stankovic 05. Juni 2012 um 7:39 Uhr

    Du bist so saublöd! Kannst in deinem wirren Kopf noch nicht einmal die bezeichnete Eigenschaft der Suppe von der Bedeutung des bezeichnenden Adjektives unterscheiden. Ich mein das ernst, bigmouth: Du bist hoffnungslos verdummt! Tut mir leid!

  19. 19 star wars 05. Juni 2012 um 10:26 Uhr

    @ Stankovic

    Buchstabenkombination & Sinn, der jener noch zugewiesen werden muss – das hältst Du allen Ernstes für eine mitteilenswerte Erkenntnis. Warum aber „geil“ in den 70ern noch ganz klar „ficken wollen“ bezeichnete, ein Jahrzent später aber einfach nur „verdammt gut“ meinte, wird schlicht und ergreifend nicht erklärt.

    Da muß man wohl zum Duden greifen um das zu verstehen.

  20. 20 stankovic 05. Juni 2012 um 11:46 Uhr

    und wer hat gesagt, dass man’s nicht machen sollte, schwammkopf?

  21. 21 star wars 05. Juni 2012 um 12:01 Uhr

    Und wer hat dir gesagt dass man´s machen soll, Knallkopf?

  22. 22 star wars 05. Juni 2012 um 12:59 Uhr

    Hurz!

  23. 23 umwerfend 05. Juni 2012 um 15:19 Uhr

    „weder fragst Du danach, wie so ein Bedeutungswechsel zustande kommt, woher die Wörter kommen, warum es sogar geschehen kann, dass ein Wort nicht nur eine andere, sondern gar die gegenteilige Bedeutung annehmen kann – alles das interessiert dich anscheinend nicht“

    all das interessiert mich! lass deine scheiß phantasterei mal. du dichtest mir alles möglich an, nur weil ich hier keine ellenlange abhandlung online gestellt habe, sondern lediglich einen gedanken, der natürlich genau dazu führt, sich die frage nach dem bedeutungswechsel zu stellen. aber das mit ner antwort geht nicht zackzack, zumal wenn man die ganze zeit lohnarbeiten muss.

    du bist ein psychologisierendes arschloch.

  24. 24 stankovic 05. Juni 2012 um 17:57 Uhr

    Krieg dich mal ein! Ich psychologisiere nicht, sondern werf dir vor, was Du schreibst – z.B. in deinem letzten Absatz: „lediglich einen gedanken, der natürlich genau dazu führt, sich die frage nach dem bedeutungswechsel zu stellen.“ Da hast Du eine fixe Idee und glaubst eine Erklärung gefunden zu haben – die empirische Beschäftigung mit dem, was erklärt werden soll, muss jedoch auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Sollte’s nicht andersrum verlaufen: zuerst die Empirie, dann die Theorie? Musste’s ein methodologischer Standpunkt werden, von dem aus man in die Welt hineinblickt? Oder hast Du mal wieder nicht gemeint, was Du geschrieben hast? Aber selbst wenn Du recht damit hättest, dass Buchstabenkombinationen Sinn kraft gesellschaftlicher Konventionen zugewiesen werden würde, fragt man sich, warum deswegen der objektive Inhalt des Wortes bezweifelt werden muss – der objektive Inhalt verdankte sich dann der gesellschaftlichen Konvention! Aber nein, wo Subjekt, da nix Objektives – der Leitfaden einer gnadenlosen Hohlheit, deren Gründen ich mal gerne auf die Spur käme, um mal als richtiges Arschloch aufzutrumpfen!.

  25. 25 earendil 06. Juni 2012 um 16:34 Uhr

    je nachdem, was „objektiv“ heißt, wissen wir, ob etwas objektiv ist oder auch nicht?

    Na sicher ist es entscheidend, über welche Art von Objektivität man eigentlich spricht. Daran krankt auch die Musikdiskussion nebenan. Wenn du mal über verschiedene Objektivitätsebenen nachdenken würdest, kämst du nicht auf die absurde Idee, „lecker“ zu einer Eigenschaft der Suppe zu erklären.

    Ganz grundsätzlich: Ein Urteil, eine Bewertung ist niemals Eigenschaft einer Sache und besitzt auch nicht die gleiche Objektivität. Eine Sache kann nicht in dem Sinne „objektiv“ gut, schlecht, schädlich oder lecker sein, wie sie objektiv rot, flüssig, vergangen oder warenförmig sein kann. Ähnlich bei Sprache: Die Bedeutung ist keine objektive Eigenschaft von Wörtern in dem Sinne, wie „rot“ die objektive Eigenschaft einer Mohnblüte ist.

    Das heißt aber nicht, dass sich Urteile und Wortbedeutungen einfach in Subjektivität auflösen; das zu behaupten hieße, Gesellschaft zu leugnen. Es gibt zwar auch mehr oder weniger rein subjektive Urteile („Ich mag keine Gurken“ -> Gurkensuppe ist in jedem Fall nicht lecker) oder Wortbedeutungen (Kunstsprachen, dichterische Wortkreationen), aber in der Regel haben sich Urteile und Bedeutungen intersubjektiv, d.h. in gesellschaftlichen und historischen Prozessen, herausgebildet. (Kann man sowas „gesellschaftliche Objektivität“ nennen?) Darum kann man Aussagen über die Bedeutung von Wörtern oder die Qualität von Musikstücken oder Speisen machen, die nicht bloß für eine_n selbst gültig sind, und darum können diese Aussagen auch richtig oder falsch sein. Dennoch ist die Qualität im Unterschied zur Tonart keine Eigenschaft eines Musikstücks, und ist eine Suppe nicht im selben Sinne objektiv lecker wie salzig.

  26. 26 stankovic 06. Juni 2012 um 19:05 Uhr

    Ach Quatsch: rot ist vollkommen subjektiv! Ein Gegenstand reflektiert Licht auf die Netzhaut, von da aus geht’s weiter direkt ins Hirn, mit dem – vertraut man der alle Objektivitätsebenenkonstellationen berücksichtigenden Meinung einiger Wissenschaftler – auch Farbblinde ausgestattet sein sollen. Die im Laufe eines Menschenlebens miteinander komplex-komplexititätsreduzierend verknüpften Synapsen übersetzen dann die physikalisch messbaren Lichtwellen – wenn sie’s denn in zigfach transformierter Form bis ins Hirn schaffen – in eine Vorstellung von Farbe. Eine Illusion also, dass es Farben außerhalb des menschlichen Bewusstseins gebe!

    Außerdem sollte berücksichtigt werden, dass im intersubjektiven Kontext die Objektivitätsebenenmatrix in ein kontradiktorisches Spannungsverhältnis zur Subjektivitäts-Schranke gerät, so dass, wenn jemand blau sagt, der andere rot sieht und ein Blinder nichts. Zumindest erlebt letzterer es subjektiv so.

    Auf Grundlage ernst zunehmender Ergebnisse des poststrukturalistischen Problembewußtseins wiederum darf auch die Möglichkeit nicht außer Acht gelassen werden, dass die Physik mit ihrer Theorie des Lichtes gehörig danebenliegt, da einiges dafür spricht, dass der Wunsch nach Erklärung dessen, was Farbe sei, sich mit der Vorstellung einer Welle lediglich eine Krücke konstruiert hat, mit der unerkennbarer Realität Sinn zugewiesen werden kann.

    Wirklich gesichert ist eigentlich nur die Erkenntnis, dass „lecker“ nichts mit dem Essen zu tun hat, das einem lecker schmeckt – würde earendil denn sonst Mist fressen und es sich schmecken lassen? Na also!

  27. 27 umwerfend 06. Juni 2012 um 19:23 Uhr

    hörst auf zu trollen? 8-x

  28. 28 stankovic 06. Juni 2012 um 19:45 Uhr

    Ich geh mal davon aus, dass Du 1. unter „trollen“ das selbe verstehst wie ich und 2. Du davon ausgehst, dass ich das selbe darunter verstehe wie Du! Warum hättest Du mich sonst aufgefordert?

    Nein, ich trolle nicht! Mit Verlaub: Warum sollte es nicht gestattet sein mit dem Mittel der Überzeichnung euren Blödsinn euch in karikierter Form vor den Latz zu hauen? In den Spiegel schauen lassen kann Entsetzliches zurschaustellen!

    Wenn ich trolle, klingt das so: „warum habe ich nicht das gleiche Recht ernst genommen zu werden wie bigmouth oder earendil?“

  29. 29 umwerfend 06. Juni 2012 um 21:05 Uhr

    ich gehe alles die nächsten tage nochmal durch. ich genieße gerade meine wenige freie zeit zwischen dem jobstress.

  30. 30 tee 08. Juni 2012 um 2:58 Uhr

    schön, mal wieder bei „stanko hält die blogwelt in atem“ vorbeigeschaut zu haben. grüße gehen raus an umwerfend, bigmouth, earendil und den geheimnisvollen stillen mitleser. props jedoch nur an stankoviv. so sind sonst(?) nur bekiffte erstsemester unterwegs. die erkenntnis scheint jedenfalls gut zu ficken.

    bis bald mal wieder!

  31. 31 umwerfend 08. Juni 2012 um 16:03 Uhr

    bis bald: nur wenn dann was zum thema kommt. verstehst?

  32. 32 tee 08. Juni 2012 um 18:36 Uhr

    japp. dann halt nicht.

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