Archiv für Oktober 2011

Salzburg: Überflüssige, Arbeitsunwillige, Sozialschmarotzer – woher kommen sie und wieso werden es immer mehr?

Ein Problem, das bislang vor allem die sogenannte Dritte Welt betraf, macht sich auch in Europa und den USA breit: die „Überflüssigen“

Man kennt sie aus Politik und Medien als „Unterschicht“, „Sozialschmarotzer“ und „Arbeitsunwillige“. „Deutschland schafft sich ab“, schrieb der Berufspolitiker und Bundesbanker Thilo Sarrazin, und auch in Bezug auf Österreich fragen sich viele Menschen, vor allem aber PolitikerInnen: Wie will man mit diesen angeblich unnützen Menschen in Zukunft den Standort und damit „unseren“ Wohlstand sichern? Diese Frage ist brennend, da es immer mehr „Überflüssige“ gibt. „Überflüssig“ sind sie, weil „man“ sie nicht brauchen kann und sie auch dem Staat auf der Tasche liegen.

Statt einzustimmen in die weitverbreitete Hetze gegen „Sozialschmarotzer“ und andere „Untermenschen“, wollen wir an diesem Abend einige wichtige Fragen aufwerfen, die nur selten gestellt werden. Darunter: Was heißt „brauchbar sein“ denn? Und was heißt, nicht „brauchbar“, also „überflüssig“ zu sein? Wieso gibt es immer mehr Überflüssige? Auch: für wen oder was sollte man denn „brauchbar“ sein? Wer bestimmt, ob man „brauchbar“ oder „überflüssig“ ist? Wie schafft man es, „brauchbar“ zu sein? Und was hat man eigentlich vom „brauchbar“ sein?

9. November 2011, 19:00
Diskussionsabend zum Thema „Überflüssige“
SUB Salzburg, Müllner Hauptstraße 11b, 5020 Salzburg

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Im Dezember: Diskussionsabend zum Thema Bildung im Kapitalismus

„Hurra, hurra, die Schule brennt“, so ein Hit in den 1980ern, der auch noch heute gerne gehört wird. Vielen Menschen gefällt das Lied, weil sie (fast) nur negatives mit dem herrschenden Bildungssystem verbinden. Das ist kein Wunder, da Bildung im Kapitalismus über Konkurrenz abgewickelt wird. Bildung im Kapitalismus ist zuallererst Selektion, das heißt, dass die grundlegende Regel ist: es kann nur „SiegerInnen“ geben, weil es immer „VerliererInnen“ gibt. Anders formuliert: Es gibt nur eine „Bildungselite“, weil massenhaft Menschen von Bildung ausgeschlossen werden – ganz bewusst, mit System. Insofern greifen auch bekannte Sprüche wie, „Man muss sich nur anstrengen“, zu kurz.
Wir wollen im Zuge des Abends Thesen und Argumente zur Bildung im Kapitalismus präsentieren und diese mit euch debattieren.

14. Dezember 2011, 19:00
SUB Salzburg, Müllner Hauptstraße 11b, 5020 Salzburg

„Die FPÖ: Parasiten der Weltwirtschaftskrise, und ihre Schlagwörter“

klick (radio vekks)