Danke!

Die Alternative zur Sklaverei oder einer ähnlichen Form der Klassenherrschaft liegt ja klar auf der Hand: Barbarei und Abhändigkeit von der Natur bis in alle Ewigkeit, ein tierisches dahinvegetieren ad infinitum ohne Aussicht auf jedwede Form von Humanität.

Was soll man da noch sagen? Außer natürlich: zum Glück haben uns Sklaverei und Klassenherrschaft vor der ewig währenden tierischen Barbarei gerettet und damit Humanität ermöglicht. Danke!

PS: Und du bist dann einer der Philosophen, stimmt’s, TS? Mir wird schlecht.


21 Antworten auf „Danke!“


  1. 1 Smartie 20. Januar 2011 um 23:45 Uhr

    Genau da liegt der Hase im Pfeffer! Wie das noch mit ner linken oder zumindest antifaschistischen Perspektive zu vereinbaren ist, frage ich mich da schon – bzw. für mich ist das einfach nur noch faschistisch. Solche Äußerungen hätte ich selbst dem Hardcore-“Antideutschen Thiel Schweiger nicht zugetraut. Endlich hat er sich die Maske abgerissen und sein wahres Gesicht gezeigt.

    Vielen Dank, dass du darauf nochmal hingewiesen hast!!!

  2. 2 T. Schweiger 21. Januar 2011 um 3:28 Uhr

    Eigtl hast du dich ja für mich schon durch deine gewitzte Neo-Kritik als ernstzunehmender Diskussionspartner diskreditiert. Aber nach diesem Beitrag kann ich dich echt nicht mehr Ernst nehmen. Gegen solchen idealistischen Ponyhofhimmelreichplüschdeckenkuscheleckenmist ist kein Argument gewachsen.

    Übrigens: wo warst du gestern abend? Deine Anarchistenfreunde haben dich beim Kant-Lesekreis vermisst. (Unser Kapital-lesekreis tagt zur selben Zeit nebenan, smalltalk mit euch Pfeifen war leider unerlässlich.)

    Okay – einen ernsthaften Punkt bring ich noch, obwohl es ohnehin jedem vernünftigen Leser meiner Argumentation klar ist: von neuzeitlicher Sklaverei habe ich nie gesprochen.

  3. 3 umwerfend 21. Januar 2011 um 8:37 Uhr

    es scheint ein missverständnis vorzuliegen, das ich hiermit ausräumen möchte: ich diskutiere sicher nicht mit dir, dazu hab ich genau: null block. sollte bei dir bei der lektüre des kurzen beitrages ein anderer eindruck entstanden sein, kann ich dir mitteilen: das legst du da rein.
    earendil hat im übrigen schon längst alles gesagt.

  4. 4 umwerfend 21. Januar 2011 um 8:46 Uhr

    Tja, ich bin „für“ die Sklaverei, du bist ein Stalinversteher … warum tun wir uns nicht zusammen?

    großes kino. stalin hatte genau eine wahl nicht: die gegen den sozialismus in einem lande. bei anderem hatte er da schon mehr wahl, aber eben einen kritikablen theoretischen zugang. das sei der korrektheit halber festgehalten.

    aber ts hätte ja, ausgestattet mit dem richtigen willen, nicht nur die su geschmissen, sondern auch noch die revolutionen in deutschland, österreich, frankreich, spanien und so weiter – selbstverständlich: erfolgreich – durchgezogen, da können so unwillige wie lenin und stalin natürllich nur staunen. naja, ok: könnten. ja, wie steht es denn um die revo, thiel? wann startet sie, morgen oder übermorgen? und geht’s dann zuerst in die erziehungsdiktatur (stalin-versteher, oder was?!) oder direkt – ja, wohin denn eigentlich? und wie ist das: müssen wir zwischendurch schnell nochmal im namen der humanität noch ein bissl klassenherrschaft verbreiten, hier und da, zur entwicklung der produktivkräfte, damit zB die palästineser endlich einen aufgeklärten nationalismus entwickeln können, und und und. weil man kann doch nicht einfach wichtige etappen des histomat-drecksmodells überspringen!!!!

  5. 5 earendil 21. Januar 2011 um 11:02 Uhr

    Ponyhofhimmelreichplüschdeckenkuscheleckenmist

    Alles Weicheier und Memmen, außer Thiel, der weise Philosoph und eiserne Erziehungsdiktator. Die Geschichte ist eben kein Ponyschlecken.

    von neuzeitlicher Sklaverei habe ich nie gesprochen.

    Der Rücken antiker Sklaven sah aber zuweilen auch nicht ästhetischer aus, auch wenn es davon keine Fotos gibt.
    (Ob vielleicht die Ästhetik gegen die Geschichtsgläubigkeit eine Chance hat, wenn schon nicht Vernunft, Empirie, „Moralgedöns“ oder simples Mitleid?)

  6. 6 T. Schweiger 21. Januar 2011 um 17:12 Uhr

    „Alles Weicheier und Memmen, außer Thiel, der weise Philosoph und eiserne Erziehungsdiktator. Die Geschichte ist eben kein Ponyschlecken.“

    Sic est! Schön, dass du es endlich erkannt hast. ;)

    „Der Rücken antiker Sklaven sah aber zuweilen auch nicht ästhetischer aus, auch wenn es davon keine Fotos gibt.
    (Ob vielleicht die Ästhetik gegen die Geschichtsgläubigkeit eine Chance hat, wenn schon nicht Vernunft, Empirie, „Moralgedöns“ oder simples Mitleid?)“

    Menno: ich argumentier doch einfach auf ner anderen Ebene. Ich finde die Geschichte, wie sie war, doch nicht GUT oder SCHÖN, aber ich glaube, eine gewisse innere Notwendigkeit erkennen zu können, die ich im ganzen zumindest partiell bejahen kann.

    @ umwerfend:

    Nein, natürlich hängt die Revolution nicht nur vom Willen oder Unwillen bestimmter Individuen ab.
    Doch angesichts der Situation in den 20ern wären doch noch ganz andere Möglichkeiten konkret denkbar gewesen. Im spanischen Bürgerkrieg z.B. hat die SU gezeigt, dass sie keineswegs gewillt ist, den Faschismus mit aller Macht zu bekämpfen. Ihre „Hilfe“ hat sich ja eher als kontraproduktiv herausgestellt. Der Hitler-Stalin-Pakt hat dann doch endgültig aufgezeigt, was der Kern von Stalins Politik war: sicherlich nicht der Aufbau einer „befreiten Ges.“.

    „weil man kann doch nicht einfach wichtige etappen des histomat-drecksmodells überspringen!!!!“

    Mao hat das in China ja mit bekanntem Ausgang versucht. Toi toi toi sag ich da nur.
    (Und in Russlands gabs ja ne ähnliche Konstellation.)

  7. 7 umwerfend 21. Januar 2011 um 17:34 Uhr

    Mao hat das in China ja mit bekanntem Ausgang versucht. Toi toi toi sag ich da nur.
    (Und in Russlands gabs ja ne ähnliche Konstellation.)

    eh, nachholende industrialisierung – die partei wendet das „wertgesetz“ an. ML halt. passt doch bestens zu dir und deinem geschwurbel.

    was der Kern von Stalins Politik war: sicherlich nicht der Aufbau einer „befreiten Ges.“.

    ach so. sicher? oder war es vielleicht so, dass er sich dachte:

    Die Alternative zur Sklaverei oder einer ähnlichen Form der Klassenherrschaft zum ‚Stalinismus‘ liegt ja klar auf der Hand: Barbarei und Abhändigkeit von der Natur bis in alle Ewigkeit, ein tierisches dahinvegetieren ad infinitum ohne Aussicht auf jedwede Form von Humanität

    mao: hast du nicht verstanden. denn auch bei diesem kam, ganz histomat-anhänger, die phase & der sprung vor den bedürfnissen der menschen. dass sie bei so nem sprüngchen verheizt wurden, ist nicht allzu wichtig – es geht ja um geschichte, mein lieber.

  8. 8 umwerfend 21. Januar 2011 um 19:03 Uhr

    im übrigen: was hast denn an china zu kritisieren, aktuell? wo du dich doch so rühmst, von denen zensiert zu werden? die gehen den 1000-jährigen weg zum kommunismus, mein freund, denn du weißt ja: capitalism comes first, und dann erst der kommunismus.

  9. 9 kanal terror 21. Januar 2011 um 21:14 Uhr

    „im übrigen: was hast denn an china zu kritisieren, aktuell? wo du dich doch so rühmst, von denen zensiert zu werden? die gehen den 1000-jährigen weg zum kommunismus, mein freund, denn du weißt ja: capitalism comes first, und dann erst der kommunismus.“

    na, die sind ihm dabei nicht kapitalistisch genug!

  10. 10 umwerfend 23. Januar 2011 um 14:38 Uhr

    ja, das wird’s wohl sein.

  11. 11 Thiel Schweiger 23. Januar 2011 um 16:51 Uhr

    Man muss doch Ideologie und Wirklichkeit trennen. Was Stalin und die KP China in ihren Sonntagsreden so von sich geben, und wahrscheinlich sogar selbst glauben, entspricht doch nicht ihrer wahren Politik.

    Die Leute standen natürlich, sofern sie es mit dem Kommunismus je Ernst meinten, vor nem objektiven Dilemma. Aber dass sie gescheitert sind, demonstriert einfach, dass man den Kommunismus nicht durch Willensentscheidung erreichen kann, sondern nur, wenn bestimmte objektive Voraussetzungen gegeben sind. Das ist doch mein Punkt.

  12. 12 umwerfend 23. Januar 2011 um 20:44 Uhr

    Die auf Sklaverei beruhende Gesellschaftsordnung ist unter modernen Bedingungen ein Unsinn, eine widernatürliche Dummheit. Die Sklaverei unter den Bedingungen der sich zersetzenden Urgemeinschaft ist eine völlig verständliche und gesetzmäßige Erscheinung, weil sie im Vergleich mit der Urgesellschaft einen Schritt vorwärts bedeutet.

    Thiel Schweiger Stalin, Über dialektischen und historischen Materialismus

    du hast einfach keine ahnung von stalin, thiel. stalin ist, wenn man deinen äh SEINEN HISTOMAT zugrundelegt, NICHT gescheitert! du bist eine heulsuse, die einerseits die histomat-ideologie verbreitet, zum anderen losheult, wenn man dich drauf hinweist, dass man dann u.a. bei stalin ankommt. weil stalin, das willste dann doch nicht. aber wieso denn? sklaverei: fortschritt, stalin: scheitern. also: wieso denn? LOL!

    die geschichte, vor allem aber der fortschritt, nämlich der geschichtliche fortschritt, verheizt halt massenhaft sklaven leute. umso schneller gehts dann ab in den kommunismus. verstehst?

  13. 13 umwerfend 23. Januar 2011 um 20:53 Uhr

    Aber dass sie gescheitert sind, demonstriert einfach, dass man den Kommunismus nicht durch Willensentscheidung erreichen kann, sondern nur, wenn bestimmte objektive Voraussetzungen gegeben sind.

    was jetzt? vorher hast noch den UNWILLEN lenins und stalins konstatiert und beklagt, dass die den kommunismus gar nicht richtig wollten, sonst wäre doch die weltrevo sofort ausgebrochen.

  14. 14 T. Schweiger 23. Januar 2011 um 23:56 Uhr

    Ja, da hat Stalin halt auch mal was richtiges gesagt, kommt vor. Ist deshalb der gesamte Marxismus zu verwerfen?

    „was jetzt? vorher hast noch den UNWILLEN lenins und stalins konstatiert und beklagt, dass die den kommunismus gar nicht richtig wollten, sonst wäre doch die weltrevo sofort ausgebrochen.“

    Joa, das müsste man auf jeden Fall dialektisch aufdröseln. Jedenfalls hat es mE in der Zeit zwischen den Weltkriegen die historisch einmalige Chance zur Weltrevolution gegeben. Dass sie vertan wurde, hat vielfältige Gründe. Teilweise die Ideologie und Politik der Komintern und der SU, teilweise natürlich auch andere. Für mich ist das kein Gegensatz.

  15. 15 umwerfend 24. Januar 2011 um 0:20 Uhr

    nein, thiel, hier wird nix „dialektisch aufgedröselt“.

    Jedenfalls hat es mE in der Zeit zwischen den Weltkriegen die historisch einmalige Chance zur Weltrevolution gegeben.

    achso. und lenin und stalin sind schuld am scheitern der revo in d, in ö etc? boah, alter, lern geschichte!

  16. 16 umwerfend 24. Januar 2011 um 0:21 Uhr

    Ist deshalb der gesamte Marxismus zu verwerfen?

    lol

  17. 17 umwerfend 24. Januar 2011 um 0:25 Uhr

    ich bin ja dafür, dass man die fehler, die lenin und stalin sich leisteten, gnadenlos kritisieren sollte. aber der vorwurf, den du bringst, ist absurd. DAS lag nun wirklich nicht in ihrer hand.

  18. 18 tee 24. Januar 2011 um 0:43 Uhr

    es scheint ein missverständnis vorzuliegen, das ich hiermit ausräumen möchte: ich diskutiere sicher nicht mit dir, dazu hab ich genau: null block.

    :-"

  19. 19 umwerfend 24. Januar 2011 um 1:03 Uhr

    ja, tee, ich weiß es eh. wider besseres wissen. aber ich kann grad nicht anders.

  20. 20 T. Schweiger 24. Januar 2011 um 17:36 Uhr

    „Dass sie vertan wurde, hat vielfältige Gründe. Teilweise die Ideologie und Politik der Komintern und der SU, teilweise natürlich auch andere.“

    Um mal chic zu kontern: lern lesen. ;)

  21. 21 umwerfend 24. Januar 2011 um 17:46 Uhr

    teilweise so, teilweise so, auf jeden fall irgendwie, mit unwillen und ohne, und das alles lässt sich auf jeden fall – achtung: jetzt wird’s bedeutsam! – dialektisch aufdröseln. na klar.

    ps: http://umwerfend.blogsport.de/2011/01/24/stichwort-produktivkraft-und-produktionsverhaeltnis-die-duemmsten-gesetze-des-marxismus-leninismus/

    die theoretische position lenins & stalins war die deine – von nix kommt ja nix.

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